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TECHNISCHE DATEN DER AUTOLACKIER- UND TROCKNUNGSKABINE
HAUPTKABINE
Die 40 mm breiten Seitenwände bestehen aus 1 mm dickem galvanisiertem Blech. Die Oberflächen der Panelle wurden mit statischem Pulverlack lackiert, um eine längere Beständigkeit zu beschaffen.
Die Kabine besitzt ein Beleuchtungssystem, um während der Lackierung die Farbkontrolle auf das beste Ergebnis zu steigern. Die Beleuchtung wird mit 48 x 40 Watt Leuchtstoffröhren erzeugt. Anhand der winkelmäßig eingesetzten Reflektoren, wird der Kabine eine gleichmäßige Lichtumlegung beschafft. Außerdem wird durch die Benutzung von Vorschaltgeräten Energie eingespart.
In der Kabine befindet sich an der Decke ein angehängtes Aufhängersystem, die es erlaubt, neben dem Kraftfahrzeug auch Autoteile zu lackieren.
Die Decke besteht aus speziellen abdichtungsverstärkten Blechpanellen. Um in der Kabine, die zugeführte Luft zu säubern, wird unter die Decke ein speziell angefertigter Filter aus feuerfestem Material eingesetzt, der hochleistungsfähig und lang anhaltend ist.
Die Lackierkabine enthält vorne ein Aus- und Einfahrtstor mit 3 Flügeln für Kraftfahrzeuge und 1 Ein- und Ausgangstür für das Personal. Die Tür und das Tor besitzen Bewachungsfenster aus Sicherheitsgläsern.
Der Bodenrahmen besteht aus sämtlichen Gitterrostauflagen sowie kompletter Stützkonstruktion. Auf der Stützkonstruktion wurden verzinkte Gitterrostauflagen und ein beständiges Metallsystem eingelegt, die eine Radlast von 650 Kg/Rad aushalten und mit dem Filtereinsatz den Staub auf dem geringsten Mindestmaß herabsetzen können.
Wenn bei den Lackierkabinen die Innenluftgeschwindigkeit und Luftkapazität nicht konstant kontrolliert werden, wird dann die durch Filterbeschmutzung geänderte Innenluftgeschwindigkeit, Luftkapazität und Luftdruck für die Kabine folgende Probleme ergeben;
- Die Filter müssen früher ausgewechselt werden als normal.
- In der Kabine bildet sich Hochdruck oder Unterdruck
- Auf der lackierten Oberfläche bildet sich Staub, falls nicht ausreichend gefilterte Luft in die Kabine zugeführt wird.
- Während der Trocknung wird die Luft außerhalb der Kabine in der Heizeinheit erhitzt und mit Luftzirkulation in die Kabine zugeführt. Energieverlust bildet sich, wenn nicht ausreichend Luft und Wärme im Falle einer Filterbeschmutzung in die Kabine zugeführt werden.
Durch Verwendung der Elektrosteuerung;
- wird Energie eingespart. Anhand der Luftstrahldüsen, die bei den wasserbasierten Lackierungen aktiviert sind und hohe Luftgeschwindigkeitsversorgung leisten, wird die Trocknung in kürzerer Zeit verwirklicht.
- Der Benutzer wird durch den digitalen Bildschirm informiert, wenn und wo eine Störung bei Ventilatoren und Ventilatormotoren aufgetreten ist.
- Das System gibt Ihnen auch die Möglichkeit bei Verwendung der wasserbasierten und Lösemittelbasierten Lacken den entsprechenden Lackiervorgang auf dem digitalen Bildschirm anzuwählen.
- Wenn bei der Lackierungs-, Abdunst-, Zwischentrocknungs-, und Trocknungsposition unterschiedliche Temperatur- und Zeitwerte gebraucht werden, können diese auf dem digitalen Bildschirm auf die erwünschten Werte eingestellt werden.
- Die Werte, die Sie mit der Optionstaste eingestellt haben, können automatisch mit der “Zurück zu den Fabrikeinstellungen” Taste wieder zu den Grundeinstellungen zurückgesetzt werden.
- Die Laufzeit der Kabine kann auf der Steuerung verfolgt werden. Somit werden die Wartungs-, und Filterauswechslungsperioden ohne weiteres kontrolliert.
DIE DECKE
Das Gehäuse der Luftkammer besteht aus 1 mm starkem verzinkten Blech. Die Luftkammer ist von Vorne nach Hinten, rechts- und linksseitig mit einem elektrostatischen Pulverlack beschichtet. Außerdem liegen über der Luftkammer Isolierungspanelle. Die Deckenfilterrahmen sind unter der Luftkammer eingesetzt.
Die Luftkammer sorgt dafür, dass die Luft, die durch die Deckenfilter kommt, in die Kabine gelangt.
Die eingesetzten Deckenfilter sind EU5-Normen angemessen und aus feuerfesten Materialien hergestellt.
DIE TÜREN
An der vorderen Seite der Kabine ist ein 3-flügeliges Torsystem vorhanden und an der Seite befindet sich außerdem 1 Tür für das Personal. Je nach Einheitspositionen kann sich die Personaltür entweder an der rechten, linken oder an der hinteren Seite befinden.
DIE BELEUCHTUNG
Die Beleuchtungskassetten sind an der Seite der Kabine zwischen den Wänden und dem Plenum mit einem Winkel von 55° aufgesetzt. Der Zugangsdeckel für die Beleuchtungskassetten ist an der vorderen Seite mit einer silikonfreien Dichtungsmasse versiegelt. Diese Deckel sind abnehmbar und die Leuchtstoffröhren können ohne weiteres gewechselt werden.
Jede Leuchtstoffröhre besitzt eine Leistung von 40 Watt. Die Beleuchtung wird mit Vorschaltgeräten angesteuert. Durch Einsatz der Vorschaltgeräte spart man nicht nur 30 % der Energie ein, sondern verlängert auch die Lebensdauer der Leuchtstoffröhren.
DIE BODENKONSTRUKTION
Die Gitterroste können eine Reifenlast von 650 kg/Rad aushalten. Sie bestehen aus Blechprofilen und werden auf den Boden eingesetzt. Die Gitterroste haben ein Maß von jeweils 600x670 mm und wiegen 12 Kg. Die Gitterroste wurden mit Nickel Cadmium beschichtet, um gegen Verrostung und für die leichte Reinigung der Lackpartikel vorzubeugen. Die Bodenkonstruktion hat eine Höhe von 400 mm und ist in einer Rahmenform.
Die gesamte Oberfläche von der Bodenkonstruktion ist mit Gitterrosten bedeckt. Unter die Gitterroste bzw. Fläche sind Bodenfilter eingesetzt, damit Lackpartikel abgefangen werden können. Zum Ein- und Ausfahren befinden sich vor der Kabine 2 Auffahrrampen in einer Höhe von 400 mm .Bei einer vorab Fundamentauslegung ist die Ein- und Ausfahrt ohne Auffahrrampen möglich.
Arbeitsprinzip
Die Kabine besitzt 4 Laufphasen.
1-Lackierphase
2-Abdunstphase
3-Trocknungsphase
4-Kühlungsphase
Diese Phasen werden vom Steuerelement kontrolliert.
BETRIEBPROZESS LACKIEREN
Die Kabine beginnt zuerst mit der Lackierphase. In diesem Fall ist die pneumatische Drosselklappe geschlossen. Die Wärmeeinheit holt sich die zirkulierte Luft 100% außerhalb der Halle.- Die vom Vorfilter abgelaufene Luft zieht aus der Brennkammer und wird über 20°C unter Stabiltemperatur an das Plenum geleitet.
Die durchgedrückte Luft läuft mit der Vermittlung von Plenum ab und geht mit einem homogenen Durchzug in die Kabine hinein. Die vertikale Luftgeschwindigkeit ist
ca. 0.30 m/h.
Die Abluft und Aerosole werden erst mit dem Bodenfilter, danach mit der Hilfe vom Absaugmotorfilter abgeschieden und ausgestoßen.
LACKIERPHASE
Der im Zuluftgerät eingebaute hochleistungs- Radialventilator saugt die Frischluft (Außenluft) über den Frischluftkanal, die Drosselklappe und die Vorfilter an.
Die vorgefilterte Frischluft wird in der Heizeinheit auf die gewünschte Lackiertemperatur erwärmt und gelangt über den Deckenfilter in den Lackierraum.
Ein auf das Zuluftgerät abgestimmtes hochleistungs- Radialventilator im Ablufteinheit saugt die Luft über eine Berostung und den Farbnebelabscheider aus dem Lackierraum. Die von Festkörpern gereinigte Abluft wird über den Abluftkanal mit Deflektor vertikal nach oben ins Freie geblasen.
ABDUNSTPHASE
In der Abdunstphase wird, die während der Lackierung in der Kabine entstandene Lackgase, durch mehrfachen Luftwechsel ausgeschieden. Diese Phase dauert 4 Minuten. Nach diesem Zeitraum öffnet sich die pneumatische Drosselklappe in der Heizeinheit. Erst nach dem die eingestellte max. Kabinentemperatur erreicht wird, beginnt dann automatisch die Trocknungsphase..
TROCKNUNGSPHASE
Die Zulufteiheit saugt über die Berostung, den Farbnebelabscheider, die Umschaltklappe und die Vorfilter die Luft aus der Lackier- und Trocknungskabine an. Die Umluft wird in der Heizeinheit auf die gewünschte Trockentemperatur erwärmt und gelangt über den Deckenfilter wieder in den Trockenraum.
Die Anlage arbeitet im Umluftbetrieb mit ca. 10 % Frischluftanteil.
KÜHLUNGSPHASE
Nach ca. 30 min Lackierdurchlauf setzt die Steuerung den Brenner außer Betrieb. Die pneumatische Drosselklappe wird geschlossen und die Absaugeinheit geht in Betrieb. Während der Kühlung wird die frische Zuluft zirkuliert. Das System wird nach 4 Minuten durch die Steuerung automatisch gestoppt. |